Schärdinger Tirol Milch Latella Stainzer
Herzlich Willkommen bei Berglandmilch
 
 

Zusammenschluss Tirolmilch

Die Einbringung der Tirol Milch in die Berglandmilch wurde am 03.02.2011 vom Kartellgericht Wien unter Auflagen rechtskräftig genehmigt.

Demgemäß richten wir folgendes Angebot an den Tiroler und oberösterreichischen Rohmilchmarkt:

1.Es werden für die nächsten sechs Jahre ab dem Milchwirtschaftsjahr 2011/2012 seitens der Berglandmilch pro Jahr bis zu 20 Mio kg Rohmilch und davon bis zu 2,0 Mio kg Biorohmilch, aufgeteilt auf zwölf Monate von Tiroler Michbauern und pro Jahr bis zu 12,6 Mio kg Rohmilch und davon bis zu 1,2 Mio kg Biorohmilch, aufgeteilt auf zwölf Monate von oberösterreichischen Milchbauern abgenommen, soweit entsprechende Anfragen von Milchbauern vorliegen. Mit der Abnahme dieser (Bio-) Rohmilchmengen sind keinerlei Genossenschaftsmitgliedsrechte der betreffenden Milchbauern verbunden. Mit diesen Michbauern wir ein dem aktuellen Liefervertrag der Berglandmilch - mit Ausnahme der Entgeltsregelungen - entsprechender Milchliefervertrag abgeschlossen. Die Berglandmilch bezahlt pro kg Rohmilch in S-Klasse-Qualität den für den Liefermonat gültigen "ife Kieler Rohstoffwert Milch" (derzeit veröffentlicht für Standardmilch mit 3,7% Fett und 3,4% Eiweiß) zuzüglich 0,017 EUR, korrigiert auf den tatsächlichen angelieferten Fett- und Eiweißgehalt sowie unter Anwendung von Abschlägen für die Nichteinhaltung der S-Klasse-Kriterien, 2. oder 3. Qualitätsstufe, Hemmstoffabschläge und sonstige Abzüge entsprechend dem für den Liefermonat gültigen Milchpreisanlageblatt der Berglandmilch, sowie unter Anwendung eines allfälligen Landeszuschusses ("Qualitätszuschuss") und eines allfälligen Biomilchzuschlags, wobei aber der auszuzahlende Rohmilchpreis mit dem jeweils gültigen Rohmilchpreis für Genossenschaftsmitglieder der Berglandmilch entsprechend dem für den Liefermonat gültigen Milchpreisanlageblatt der Berglandmilch gedeckelt ist.

2. Die Berglandmilch behält sich das Recht vor, aus objektiven, sachlich gerechtfertigten und transparenten Gründen, einzelnen oder mehreren Rohmilchlieferanten die Abnahme zu den oben genannten Bedingungen zu verweigern; dies gilt insbesondere bei wirtschaftlich nicht rechtfertigbaren Rohmilch- bzw. Biorohmilchsammelkosten oder Vorgehensweisen des Lieferanten, die es der Berglandmilch unzumutbar machen, das Vertragsverhältnis aufrechtzuerhalten. Bestehen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Berglandmilch und dem potentiellen Milchlieferanten über Unzumutbarkeit im Sinne des vorstehenden, wird die Berglandmilch eine Überprüfung durch die dann einzuschaltende regional zuständige Landes-Landeswirtschaftskammer akzeptieren, wobei diese eine Anhörung beider Parteien durchführt. Zudem wird von der Berglandmilch über jeden derartigen Fall der Verweigerung einer Lieferung binnen eines Monats an die Amtsparteien berichtet und jährlich eine zusammenfassende Meldung (jeweils bis 30. April für das vergangene Milchwirtschaftsjahr) abgegeben.

3. Ein entsprechendes Angebot der Berglandmilch an den Tiroler und oberösterreichischen Rohmilchmarkt wird von der Anmelderin auf der homepage www.berglandmilch.at und einmal pro Jahr in der Zeitschrift "Der Schärdinger" bzw. in einem in Tirol gegebenenfalls anders benannten Rohmilchlieferanteninformationsmedium veröffentlicht. Zudem erfolgt die Publikation auf den web-Seiten der oberösterreichischen und Tiroler Landeslandwirtschaftskammern. Zudem wird unter www.berglandmilch.at auf den ife-Rohstoffwert verlinkt und dieser - sofern zulässig - jeweils für ein Jahr zurück auf der Website ausgewiesen.

4. Weiters hat die Berglandmilch im Zeitraum von vier Jahren ab dem Milchwirtschaftsjahr 2011/2012, bei bestehenden Milchbauern der Berglandmilch, die als anerkannte Biobetriebe arbeiten und deren Biorohmilch derzeit mit konventionellen Milchtouren gesammelt und als konventionelle Rohmilch abgerechnet wird, alle Möglichkeiten einer wirtschaftlich vertretbaren Abholung als Biorohmilch zu überprüfen und die Biorohmilch dieser Lieferanten künftig als Biorohmilch abzuholen und zu verrechnen, wenn dies wirtschaftlich zu rechtfertigen ist (insbesondere unter den Gesichtspunkten der Biorohmilchsammelkosten und der Verwertungsmöglichkeiten).

5. Weiters hat die Berglandmilch den neuen Lieferanten im Sinne obiger Auflagen, die den bestehenden Milchlieferanten der Berglandmilch im betreffenden Bundesland zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einer Produktrücklieferung (Milchprodukte, landwirtschaftliche Bedarfsartikel, Kälberfuttermittel, …), einer qualitativ gleichwertigen Hofberatung vor Ort, einer qualitativ gleichwertigen Lieferantenfachberatung, sowie eines vergünstigten Einkaufs in einem der bestehenden Einkaufsmärkte der Anmelderin, anzubieten.